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WOMEN IN LEADERSHIP #1
01 April 2021

Susanne Wendler erzählt, wie sie Kunden und Unternehmen mit Herz und Seele unterstützt

Heute startet UniCredit eine neue Serie mit dem Titel "Women in Leadership", um die Rolle, die Expertise und das Engagement der weiblichen Führungskräfte in den verschiedenen Ländern und Geschäftsbereichen, in denen die Bank tätig ist, zu beleuchten.

Unser erstes Interview führen wir mit Susanne Wendler, Vorstand UniCredit Bank Austria, Unternehmerbank, sie erzählt von ihrer Karriere in der Finanzbranche, gibt einen Ausblick auf die aktuelle Situation in Österreich und erklärt, wie die Bank Unternehmen und Kunden in diesen herausfordernden Zeiten unterstützt und dabei Teil der Lösung ist.

Wie ist die aktuelle wirtschaftliche Situation in Österreich und wie reagieren die Unternehmen auf die Krise?

Viele Unternehmen nehmen diese Situation auch als Gelegenheit war, jetzt die Weichen für morgen zu stellen, d.h. sie schärfen ihre Strategie, investieren massiv in Digitalisierung und vor allem in Nachhaltigkeit und Klimaschutz und passen ihre Geschäftsmodelle an. Trotz oder gerade wegen der Pandemie stehen heute Zukunftsthemen stark im Fokus. Die Krise ist auch eine Chance. Jetzt ist die Zeit für Unternehmen sich gut aufzustellen, um den kommenden Aufschwung zu nützen.

 

Die UniCredit Bank Austria hilft und berät Unternehmen in all diesen Bereichen und hat auch in der Krise österreichische Unternehmen von Anfang an mit Liquidität und ihrer Förder-Expertise unterstützt. Wir haben Kredite in der Höhe von bis zu drei Milliarden Euro (in der Spitze) vergeben und zehntausende Stundungen von Krediten in einem Ausmaß von ebenfalls rund 3 Mrd. Euro insgesamt umgesetzt.

 

Was sind ihre “Key Take-Aways” aus der Pandemie? Auf welche Initiativen sind Sie besonders stolz?

Ich bin stolz auf das, was wir für unsere Kunden geleistet haben. Gerade am Anfang hat uns die Situation viel abverlangt. Wir haben von einem Tag auf den anderen auf Remote Work umgestellt. Wir haben ganz in der Früh begonnen und ganz spät aufgehört, um die österreichische Wirtschaft tatkräftig zu unterstützen.

 

Wir haben Anträge auf staatsgarantierte Überbrückungsfinanzierungen positiv abgewickelt und in nur drei Monaten war das Vielfache des Jahresaufkommens an Förderanträgen zu bearbeiten! Wir haben eine Task Force ins Leben gerufen, Kollegen aus dem gesamten Unternehmerbank haben hier zusammengearbeitet. Das war eine sehr anspruchsvolle Zeit für uns alle, aber es war auch schön zu sehen, wie wir zusammengehalten und diese Situation hervorragend gemeistert haben.

 

Welchen Rat würden Sie als Frau in leitender Funktion bei der UniCredit Bank Austria Frauen geben, die in der Finanzbranche arbeiten?

Ich fördere Frauenkarrieren in meinem Umfeld sehr. Entscheidend sind natürlich auch die Rahmenbedingungen und das Thema steht bei uns ganz oben auf der Agenda. Dazu zählen unsere Gleichstellungsziele von rund einem Drittel Frauenanteil bei Managementpositionen, zudem bieten wir ein breites Spektrum an Maßnahmen wie Betriebskindergarten oder flexible Arbeitszeiten, um Frauen im beruflichen Kontext zu unterstützen.

 

Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein sehr wichtiges Thema, und wir sind uns bewusst, dass wir in dieser Hinsicht noch einen langen Weg vor uns haben. Ich finde es ist zudem ganz wichtig, Frauen zu ermutigen, sich Führungsfunktionen zuzutrauen und anzustreben.

 

Grundsätzlich fällt mir auf, dass ein Mann in der Regel sagt, "Ich will einen Führungsjob und die Qualifikation hol ich mir dann schon." Eine Frau hingegen sagt "Ohne Qualifikation mache ich es nicht." Obwohl es beide gleich gut können - nur der eine schreit lauter.

 

Können Sie uns mehr über Ihren Karriereweg und Ihre aktuelle Rolle erzählen?

Ich habe in Wien Betriebswirtschaft studiert und bin als Trainee zur Bank gekommen, damals in die Creditanstalt, eines der Vorgängerinstitute der UniCredit Bank Austria. Das war vor mittlerweile etwas mehr als 30 Jahren. Ich durchlief in meiner Karriere viele spannende Stationen, unter anderem war ich im Kreditrisiko, in der Projektfinanzierung und im Fördergeschäft. Über den Bereich Multinational Corporates bin ich dann ins Corporate Network gekommen. Vom Geschäft mit internationalen und großen Firmenkunden bis zu KMUs habe ich alles kennengelernt. Meine erste Führungsposition hatte ich recht bald als Team Head. Weitere Führungspositionen folgten, ab 2013 habe ich dann das gesamte Corporate Network in der UniCredit Bank Austria verantwortet. Seit Jänner 2019 bin ich im Vorstand der UniCredit Bank Austria. Das Wichtigste ist Interesse und Freude an dem, was man tut, und ich unterstütze die Firmen mit meiner ganzen Leidenschaft und mit viel Enthusiasmus.

 

Was sind Ihre Erwartungen für die Zukunft?

Trotz der Pandemie zeigt die Wirtschaftsentwicklung in zahlreichen Branchen, dass wir optimistisch in die Zukunft blicken können. Natürlich hängen die Erwartungen stark vom Infektionsgeschehen ab - und vor allem von den Erfolgen der Impfung. Einige Branchen wie etwa die Industrie sind bereits jetzt wieder sehr gut unterwegs. Auch in vielen Dienstleistungsbranchen und in der Bauwirtschaft sehen wir sehr positive Signale, für andere wie in der Hotellerie und Gastronomie wird die Erholung länger brauchen. Insgesamt jedenfalls gute Gründe, um optimistisch in die Zukunft zu blicken.

 

Viele Dinge werden bleiben. Zum Beispiel der Zugang zu Remote Work, das wir ja schon vor der Krise implementiert hatten und das jetzt noch deutlich ausgebaut wurde. Ich freue mich jedoch ganz besonders wieder auf die persönlichen Gespräche mit unseren Kundinnen und Kunden. Der persönliche Kontakt in den Unternehmen, Treffen bei Veranstaltungen, das Gespräch auch abseits des rein Geschäftlichen, das bleibt für mich unersetzlich.