Ein Tag im Leben von… Stephanie Kraus-Nijboer

UNSERE MITARBEITER

Freitag 19 November 2021

Diese Woche sprechen wir mit Stephanie Kraus-Nijboer, Head of Social Impact Banking bei der UniCredit Bank AG. Stephanie setzt sich leidenschaftlich für eine gerechte und inklusive Gesellschaft ein, indem sie Social Impact Financing, Finanzbildung und ehrenamtliche Tätigkeit fördert. Sie ist sehr stolz auf ihr engagiertes Team und die Unterstützung durch viele ehrenamtliche Kollegen in der ganzen Bank. Ihre Energie holt sie sich beim Joggen im Park und wenn sie Zeit mit Familie und Freunden in den Bergen verbringt - beim Wandern im Sommer und beim Skifahren im Winter. 

2:30 min
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Wer sind Sie, was wollten Sie als Kind mal werden und was machen Sie jetzt bei UniCredit?

Mein Name ist Stephanie Kraus-Nijboer und ich leite das Social Impact Banking Team der HypoVereinsbank. Die Leute fragen mich oft, woher mein Name kommt... nun, ich habe einen Niederländer geheiratet.

Als Kind wollte ich Lehrerin werden und meine Leidenschaft für Fremdsprachen und Mathematik mit Kindern teilen.

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre und des internationalen Managements in Köln und Paris begann ich meine berufliche Laufbahn jedoch im Corporate Finance Team einer amerikanischen Investmentbank in Frankfurt und London - eine sehr intensive Zeit mit wenig Schlaf.

2010 wechselte ich ins Corporate and Investment Banking der UniCredit Bank in München, wo ich mein Bankfachwissen enorm erweitern konnte.

Im Jahr 2019 erhielt ich schließlich die Möglichkeit, das Social Impact Banking der HypoVereinsbank aufzubauen. In dem Bewusstsein, dass es im Bankgeschäft mehr geben muss als Gewinnmaximierung und Shareholder Value, war das eine Herausforderung, die ich sehr gerne annahm.

 

Was macht Ihnen an Ihrem Job am meisten Spaß und was ist der stolzeste Moment oder die größte Errungenschaft in Ihrer Karriere?

Am meisten gefällt mir, dass ich meine Erfahrung im Bankwesen nun dafür einsetzen kann, soziale Wirkung für unsere Gesellschaft zu maximieren und die Lebensbedingungen der schwächsten Bevölkerungsgruppen in Deutschland zu verbessern. Als Pionier unter den europäischen Geschäftsbanken leisten wir einen Beitrag zu einer gerechten und inklusiven Gesellschaft, indem wir Social Impact Financing für Firmenkunden anbieten, die in soziale Projekte in Bereichen wie Bildung, Gesundheit und Inklusion investieren, und indem wir benachteiligten jungen Menschen den verantwortungsvollen Umgang mit Geld beibringen.

Es erfüllt mich mit Stolz, dass wir regelmäßig positive Rückmeldungen von Kunden und Partnern für unseren neuen Ansatz des strategischen Dialogs und des Aufbaus langfristiger Partnerschaften erhalten. Und vor allem bin ich unheimlich stolz auf mein fantastisches Team, das jeden Tag die Extrameile geht, und auf die vielen engagierten Kolleginnen und Kollegen in ganz Deutschland, die unsere Aktivitäten unterstützen.

 

Und was ist der schwierigste Teil Ihrer Arbeit?

Ich bin der festen Überzeugung, dass Sustainable Finance - Banking mit Fokus auf ESG (Environment, Social and Governance) - das "neue Normal" wird.  Dabei lag bisher das Hauptaugenmerk auf dem E - der Unterstützung von Firmenkunden bei ihrer Umstellung auf ein ökologisch nachhaltiges Geschäftsmodell.

Der schwierigste Teil meiner Arbeit ist es nun, alle von der Bedeutung des S in ESG zu überzeugen - nicht nur für Entwicklungsländer, sondern auch für Deutschland. Eine gerechte und faire Transformation zu einer nachhaltigen Entwicklung für alle Gruppen unserer Gesellschaft kann nicht allein mit staatlicher Wohlfahrt und Philanthropie erreicht werden. Es braucht Initiativen von privaten Unternehmen und Unternehmern, die neben der finanziellen auch die soziale Rendite im Blick haben.

 

Welchen Tipp würden Sie Ihrem jüngeren Ich geben, bzw. einer Person, die sich eine ähnliche Karriere vorstellen könnte?

Nach meiner eigenen Erfahrung empfehle ich, Erfahrungen in der Kundenberatung und solide technische Kenntnisse in vielen verschiedenen Bereichen der Bank zu sammeln. Bleiben Sie neugierig, offen für Veränderungen und haben Sie keine Angst, Ihre Komfortzone zu verlassen. Der wichtigste Erfolgsfaktor ist jedoch echte Leidenschaft und Begeisterung dafür, einen aktiven Beitrag zu einer fairen und inklusiven Gesellschaft zu leisten und Kunden auf ihrem Weg in eine nachhaltige Zukunft zu unterstützen.

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Wie bringen Sie Ihr Berufs- und Privatleben unter einen Hut?

Bei den ständigen Veränderungen, die wir in unserem Berufsleben erfahren, ist es für mich sehr wichtig, so viel Zeit wie möglich mit meiner Familie und meinen Freunden zu verbringen - sie geben mir Halt und lenken meine Aufmerksamkeit auf das, was im Leben wirklich zählt.

 

Wie entspannen Sie sich nach einem anstrengenden Tag im Büro?

Vor und nach einem anstrengenden Arbeitstag gehe ich gerne laufen. Bei meiner üblichen Runde im Englischen Garten bekomme ich den Kopf frei und finde oft Lösungen für herausfordernde Situationen im Beruf. Mein regelmäßiges Ziel ist es, am Ende eines jeden Sommers den Halbmarathon am Tegernsee zu absolvieren, was mich motiviert, mich fit zu halten und bei jedem Wetter nach draußen zu gehen.

 

Wie würde Ihr perfekter Tag aussehen, wenn Sie nicht arbeiten?

Das ist ein Tag, den ich mit meinen beiden kleinen Neffen verbringe. Wenn ich mit ihnen zusammen bin, denke ich überhaupt nicht an die Arbeit. Im Sommer gehen wir gerne in den Bergen wandern und im See schwimmen. Und im Winter gehen wir zusammen Skifahren. Solche Tage geben mir neue Energie, um die Herausforderungen im Büro zu meistern.

 

Welches Buch oder welchen Film fanden Sie zuletzt besonders gut? Und warum?

Ich lese gerne klassische deutsche und britische Literatur. Zuletzt habe ich jedoch mit großem Vergnügen die Abenteuer von "Harry Potter" gelesen, die es mir auch ermöglichen, mit meinen kleinen Neffen auf dem Laufenden zu bleiben.