DER BLICK AUS…CEE

Unsere Mitarbeiter

Mittwoch 29 April 2020

29 April 2020

Gianfranco Bisagni und Niccolò Ubertalli, Co-CEOs des Commercial Banking in Mittel- und Osteuropa, tauschen sich über die Herausforderungen in den CEE-Ländern aus und sprechen darüber, wie die Banken von UniCredit auf die Covid-19-Krise reagiert haben

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Wie hat sich die Krise auf die CEE-Länder ausgewirkt?

Gianfranco Bisagni: Die mittel- und osteuropäischen Länder wurden etwas später getroffen als Italien, und es war hilfreich, sich mit Kollegen abzustimmen, die bereits mitten in der Bewältigung der Krise steckten. Wie in anderen Ländern haben wir rasch Maßnahmen zur Unterstützung von Mitarbeitern und Kunden ergriffen und damit die bereits stattfindende digitale Transformation beschleunigt.

 

Hat sie sich in den verschiedenen CEE-Märkten unterschiedlich ausgewirkt?

Niccolò Ubertalli: Jedes mittel- und osteuropäische Land hat einen anderen Ansatz hinsichtlich des Zeitpunkts und der Schwere der Beschränkungen gewählt. Als One Bank haben wir von der schnellen Reaktion der Gruppe in anderen Märkten profitiert und konnten einheitlich handeln. Noch bevor offizielle Empfehlungen vorlagen, begannen wir mit der Umsetzung unserer Maßnahmen, darunter die Stärkung der Fernarbeit, die Verteilung von Schutzausrüstung an die Mitarbeiter und die Neuorganisation der Öffnungszeiten der Filialen.

 

Wie haben Ihre Banken in Mittel- und Osteuropa auf die Krise reagiert oder sich darauf eingestellt?

 

GB: Wir sind sehr stolz auf die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit unserer Banken. Dank des Einsatzes und der schnellen Reaktion aller Beteiligten konnten wir durch gut koordinierte Teams in allen Ländern umgehend Pläne zur Geschäftskontinuität umsetzen. Dies wurde auch von den lokalen Aufsichtsbehörden erkannt, die unsere Bemühungen um höchste Sicherheitsstandards für Mitarbeiter und Kunden würdigten, und dies alles bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung unseres offenen Geschäftsbetriebs.

 

Welche Beispiele können Sie uns dafür nennen, dass sich die Bank oder ihre Mitarbeiter bemüht haben, Kunden oder Gemeinden während der Krise zu helfen?

 

NU: Es hat viele gute Taten gegeben! Beispielsweise haben die Kollegen in den Filialen die ungarischen und kroatischen Callcenter bei der Bearbeitung eingehender Anrufe unterstützt. Wir haben auch mehrere digitale Initiativen durchgeführt, wie z.B. die Einführung der Mobile App CZ in der Tschechischen Republik und der Slowakei und die Aktualisierung der App in Bosnien. In Slowenien haben wir als Ergebnis der gemeinsamen Zusammenarbeit zwischen dem lokalen Einzelhandel, GBS und CRO ein digitales und automatisiertes Verfahren für Moratorienanträge eingeführt – für die Annahme von Anträgen und den anschließenden Austausch von Anhängen mit Kunden. Darüber hinaus spielt CEE CIB eine Schlüsselrolle bei der Unterstützung von Kunden beim Zugang zu staatlichen Förderprogrammen. Konzernweit haben wir auch unseren Lieferanten geholfen, indem wir sie schneller bezahlt haben, was der Wirtschaft Liquidität verschafft hat.

 

GB: In diesen ungewissen Zeiten haben wir eine erhöhte Nachfrage nach den Einschätzungen unseres Forschungsteams festgestellt. Sie bleiben sehr nahe an unseren Kunden und veranstalten Online-Konferenzen, um sie mit wertvollen Analysen auf dem Laufenden zu halten.

 

Unsere Mitarbeiter haben auch ein hohes Maß an Solidarität bewiesen, indem sie sich an der Spendenaktion der UniCredit Foundation beteiligt haben, aber auch durch die Einrichtung lokaler Fundraising-Aktivitäten, um ihre Gemeinden in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen. Wieder einmal agieren wir als One Team, One UniCredit!

 

Was hat die Krise für die Mitarbeiter in der Region bedeutet?

GB: Es ist klar, dass die Krise große Auswirkungen auf unsere Arbeitsplätze und Familien hat. Wir alle mussten fast über Nacht unsere Lebensgewohnheiten grundlegend ändern, angefangen von der Verlagerung auf Fernarbeit bis hin zur Anpassung an neue Familienroutinen, einschließlich des Hausunterrichts mit unseren

 

Kindern. Um unseren Mitarbeitern bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu helfen, hat die Bank Sozialleistungen wie psychologische Unterstützung angeboten. Wir sind beide sehr beeindruckt von der Reaktion unserer Teams, die mit ihrer unermüdlichen Energie und positiven Einstellung und mit ihrer gewohnt hohen Professionalität weiterhin unsere hohen Standards für alle unsere Kunden sicherstellen.

 

Wie gehen Sie persönlich mit dem Wandel und der Herausforderung um? War es schwierig, ein Mehr-Länder-Geschäft von Ihrem Heimatbüro aus zu führen?

 

GB: Ich habe viel über unsere Fähigkeit gelernt, uns anzupassen und Herausforderungen als ein starkes Team zu meistern. Es war unglaublich ermutigend zu sehen, dass wir uns selbst von entfernten Standorten aus sehr schnell an die neuen Umstände angepasst haben. Das ist auch der Technologie zu verdanken, und ich bin dankbar, dass wir die Möglichkeit haben, ein solches Unternehmen von zu Hause aus zu leiten.

 

NU: Ich bin sehr beeindruckt von allen Mitarbeitern in unseren 10 Ländern. Sie alle haben sofort verstanden, welche Auswirkungen diese Situation auf die Menschen und das Geschäft haben würde, und haben prompt, mit höchster Professionalität und Hingabe reagiert. Wir haben alle unermüdlich gearbeitet, uns den täglichen Veränderungen gestellt und gleichzeitig für die Kontinuität des Geschäftsbetriebs und die Sicherheit unserer Mitarbeiter gesorgt. Jetzt ist mehr denn je klar, dass wir ein Team sind!

 

Was ist Ihre Botschaft an Ihre UniCredit-Kollegen in der gesamten Gruppe?

GB: Diese Krise hat deutlich gezeigt, wie wir uns bei der Unterstützung unserer Mitarbeiter und Unternehmen im gesamten Konzern wahrhaft aufeinander verlassen können. Die lokalen Umstände waren unterschiedlich, aber wir waren in jedem Land der Zeit voraus.

 

NU: Diese Erfahrung hat gezeigt, dass wir ein großartiges Team haben, und Teamarbeit ist der beste Trumpf, um Hindernisse und Herausforderungen zu überwinden. Unsere Unterstützung füreinander hat sich schneller verbreitet als der Virus, und darauf sind wir sehr stolz!

"Unsere Unterstützung füreinander hat sich schneller verbreitet als Virus, und darauf sind wir sehr stolz!“

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Niccolò Ubertalli, Co-CEO Commercial Banking CEE